Derzeit wird massiv Werbung für Impfungen gegen Pneumokokken gemacht. Kostenlos ist sie für Kinder und Personen über 60. Sie ist aber offenbar gar nicht ungefährlich so eine neue große Studie.
Das Deutsche Ärzteblatt berichtete Anfang Oktober, dass die Pneumokokken-Impfung von Kindern mit Prevenar 13® (PCV13, Pfizer) seit 2009 von der STIKO empfohlen ist. Dennoch seien die Impflücken bei 2-Jährigen laut aktueller Daten des Impfquotenmonitorings des Robert Koch-Instituts groß: Etwa jedes vierte Kind im Alter von 2 Jahren sei nicht oder nicht vollständig gegen Pneumokokken geimpft. Mit einer groß angelegten Werbekampagne will man Pfizer mehr Geschäft nicht nur bei Kindern, sondern auch bei den über 60-Jährigen verschaffen.
Wie berichtet werden ab 1. November die Impfungen gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) und Pneumokokken in das österreichische Impfprogramm übernommen – die Kosten übernimmt dann der Steuerzahler. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) sieht nichts weniger als einen „Meilenstein“, fordert aber von der Politik umgehend mehr.
Eine Realweltstudie mit 2,23 Millionen Menschen zeigt allerdings, dass Pneumokokken-Impfstoffe – PCV13 und PPSV23 – das Risiko einer Lungenentzündung um 80 % und das Risiko eines Todes durch Lungenentzündung um 91 % erhöhen, verglichen mit keiner Impfung.
Die Impfungen, die eigentlich zur Vorbeugung von Lungenentzündung entwickelt wurden, erhöhen das Risiko tatsächlich. Trotz dieses katastrophalen Versagens bleiben diese Impfstoffe Eckpfeiler des Impfplans der Gesundheitsminister und Impfgremien in Deutschland und Österreich für Kinder und Senioren.
Noch alarmierender ist, dass neuere Versionen wie PCV15 und PCV20 mehr Antigene und die gleichen aus Diphtherie gewonnenen Trägertoxine enthalten – was sie potenziell noch gefährlicher macht.
Dies sollte eine sofortige Aussetzung und Neubewertung aller Empfehlungen der Gesundheitsministerien und der WHO zu Pneumokokken-Impfstoffen auslösen. Doch wie üblich dominiert bestenfalls Schweigen, mehrheitlich jedoch Werbung für die Impfung die Schlagzeilen der Mainstream-Medien.
Die Studie von Cinta de Diego-Cabanes et al mit dem Titel „Real world effectiveness of antipneumococcal vaccination against pneumonia in adults: a population-based cohort study, Catalonia, 2019“ (Reale Wirksamkeit der Pneumokokken-Impfung gegen Lungenentzündung bei Erwachsenen: eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie, Katalonien, 2019) wurde am 21. Oktober 2025 in BMC Infectious Diseases veröffentlicht. Es ist geradezu absurd, dass dennoch massiv für diese gefährlichen Impfstoffe geworben wird.
Die Studie untersuchte die klinische Wirksamkeit des 13-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs (PCV13) und des 23-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoffs (PPsV23) gegen hospitalisierte Pneumokokken-Pneumonie (PP) und/oder Pneumonie aller Ursachen (ACP) bei Erwachsenen mittleren Alters und älteren Erwachsenen vor Beginn der COVID-19-Pandemie.
Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie:
Methoden
Bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit 2.234.003 Personen ≥ 50 Jahren in Katalonien, Spanien, die zwischen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2019 beobachtet wurden. Eine institutionelle Forschungsdatenbank (SIDIAP-DB) wurde verwendet, um die Basismerkmale der Kohortenmitglieder (Demografie, Grunderkrankungen, Impfgeschichte) zu ermitteln, und Krankenhausaufenthalte aufgrund von PP/ACP wurden anhand der Entlassungscodes (ICD10: J12-J18) in 68 katalanischen Überweisungskrankenhäusern erfasst. …
Ergebnisse
Die Kohortenmitglieder wurden über einen Zeitraum von 2.194.200 Personenjahren (23.494 mit PCV13 geimpfte und 783.465 mit PPsV23 geimpfte Personen) beobachtet, wobei 2319 hospitalisierte PP-Fälle (110 bei mit PCV13 geimpften, 1558 bei den mit PPsV23 geimpften) und 12.848 hospitalisierten ACP-Fällen (542 bei den mit PCV13 geimpften, 9097 bei den mit PPsV23 geimpften). Die Verabreichung von PCV13 war mit einem höheren Risiko für PP (multivariable Hazard Ratio [MHR]: 1,83; 95 % KI: 1,49–2,24) und ACP (MHR: 1,55; 95 % KI: 1,42–1,70) verbunden. Die PPsV23-Impfung war ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für PP (MHR: 1,21; 95 % KI: 1,10–1,36) und ACP (MHR: 1,24; 95 % KI: 1,18–1,31) in der gesamten Studienkohorte verbunden. Die Impfung veränderte das Risiko, an PP/ACP zu sterben, nicht signifikant. In sensiblen Analysen, die sich auf ältere Menschen (≥ 65 Jahre) und Risikopersonen (immunschwache Personen, Personen mit chronischen Atemwegs-/Herzerkrankungen) beschränkten, erwiesen sich PCV13 und/oder PPsV23 ebenfalls nicht als wirksam.
Schlussfolgerung
Diese Studie fand keine Hinweise auf die klinische Wirksamkeit der PPsV23/PCV13-Impfung bei der Prävention der auf Populationsebene gemessenen Endpunkte. Derzeit sind neue PCVs mit erweiterter Valenz (PCV15/PCV20/PCV21) für die Anwendung bei Erwachsenen auf dem Markt, und logischerweise muss die Wirksamkeit der Impfstoffe in den kommenden Jahren neu bewertet werden.
Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter F. Mayer
Bilder: Whispyhistory, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Quelle: https://tkp.at/2025/10/29/pneumokokken-impfstoffe-erhoehen-risiko-von-lungenentzuendung-und-tod/














