VIDEO-TRANSKRIPT / QUELLE: https://www.youtube.com/watch?v=yn02IZP7QYU
Viele Entscheidungen rund um die Windkraft fallen dort, wo Öffentlichkeit nicht vorgesehen ist. Dieter Hahn war über Jahre Teil dieses Systems. Er ist kein Gegner von Windenergie – wohl aber kritisch gegenüber der Lobby, die im Hintergrund wirkt und die öffentliche Wahrnehmung maßgeblich beeinflusst. Er kennt Abläufe, Denkweisen und Strukturen aus nächster Nähe. Und er ist bereit, sichtbar zu machen, was sonst im Verborgenen bleibt. In diesem Gespräch spricht er offen über seine Erfahrungen und seine Recherchen als Insider.
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Viele Menschen in Deutschland fühlen sich von Windkraftprojekten übergangen – ihre Sorgen um Heimat, Gesundheit und Natur finden kaum Gehör. Wir geben diesen Bürgerstimmen Raum und Sichtbarkeit. Mit eurer Unterstützung entsteht eine Dokumentation, die zeigt, was wirklich geschieht. Unabhängig, sachlich und unbestechlich. Jede Spende geht direkt an den proVOGTLANDschaft e.V. als tragende verwaltende Organisation. Unternehmen können Spendenquittungen für die Steuererklärung erhalten und so fließen Steuergelder direkt und sinnvoll in eine sachliche Aufklärung mit Experten und Bürgerinitiativen. Mit Richard, dem weißen Wolf, von http://www.t.me/folgedempfad und Andreas von http://www.waldbürger-initiative.de 💛 Unterstütze unsere Arbeit, damit erinnernde Bilder entstehen können.
EINLEITUNG
Dieter Hahn:

Das größte Erstaunen ist immer dann, wenn es heißt, die Anlagen sind nicht angeschlossen, als fehlen die Umspannwerke und dann denken die alle: Umspannendwerke?! Wieso Umspannwerke? Ja, das haben noch nicht alle verstanden, dass der Strom transportiert werden muss. Sie versuchen alle noch möglichst viele Windkraftanlagen aufzubauen, bevor die Bevölkerung wach wird und halt merkt: „Wo sind denn die Umspannwerke und die Netze?! Hier passt doch was nicht!“ Ja, denn das ist das Hauptproblem, was wir haben: Wir haben kein Verteilnetz.
Es gibt hier Wirtschaftsanlagen, die sich gegenseitig behindern, die aufgebaut werden aufgrund der Förderungen durch das Energie-Einspeise Gesetz – und mehr nicht. Das ist ein reines Investorenmodell, um Geld zu verdienen.
proVOGTLANDschaft e.V.:

Wie bist du jetzt in diesen Prozess mit reingekommen, wenn du jetzt sagst, du hast eigentlich schon teilweise was für die Windkrafträder mit entwickelt, wenn man jetzt die „Teflon- und PFAS- Beschichtung“ hört, wie kam’s dazu, dich jetzt doch so kritisch dazu einsetzen?
Dieter Hahn:
Also 1987 habe ich mit der HSW 300 angefangen. Das war die kleinste Windkraftanlage oder damals die größte mit 300 kW.
Also da kennst du ja auch die chemischen Zusammensetzungen, da kennst du dich ja auch aus, was das für Ausmaße hat, Folgen für Mensch und Natur und Tier.
Ja, es wird nicht abgebaut. Es reichert sich in den Mägen der Wildtiere an, oder in den Pflanzen wird es auch angereichert, wenn die Pflanzen das jetzt aufnehmen. Es gibt also kein Bakterium, das PFAS auflösen kann oder zerfressen kann. Und das sind dann die Ewigkeitsschäden, die wird davontragen.
Normalerweise müsste jeder Bauer, der so auf seinem Land eine Wirkraftanlage stehen hat, ein Verbot bekommen, dort irgendetwas anzubauen, weil: Die Sachen sind alle kontaminiert. Diesen fiktiven Strom oder ja, den „imaginären Strom,“ den man da liefern wollte oder den man ja nicht liefern kann, der wird trotzdem bezahlt. Das heißt, die Investoren bekommen ihr Geld sicher, sie haben ihre Rendite sicher, ohne Risiko. Und deswegen, weil dieses EEG-Gesetz so geschrieben worden ist, hat es so einen Ansturm auf diese Windkraftanlage gegeben. Ja, wieso ging das? 70% aller Bundestagsabgeordnet haben Anteile an Windkraftparks oder Windkraftanlagen!
proVOGTLANDschaft e.V.:
70%, das heißt: Das eine reine Lobby. Das heißt also, die meisten Politiker stecken da selber mit drin und sind in diese Energiewende voll mit reingegangen.
Dieter Hahn:
Also oftmals sagt man bei uns, die stecken bis zum Hals mit drin. Hier wird nur abgezockt!
Ja, und: Wie kommen wir da drauf? Wie bin ich da draufgekommen? Es fehlen die Hochspannungsleitung, es fehlen die Umspannwerke, es fehlt alles! Und das ist das Hauptproblem. Wir haben hier Strom installiert, nicht nur Windkraft, auch PV. Wir haben insgesamt 180 Gigawatt installierte Leistung. Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn ich ein ich sag mal: Das Atomkraftwerk Würgassen, das eine Leistung von 1,4 Gigawatt hat, das entspricht 125 Atomkraftwerken! Ich wusste gar nicht, dass wir so viel Atomkraftwerk in Deutschland hatten.

PROGRAMM-BEGINN
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ja, einen wunderschönen guten Tag. Schön, dass du hier mit bei uns bist auf der wilden Tour. Wir sitzen jetzt im Auto und nicht im Flugzeug. Wie kommt’s eigentlich dazu? Magst du uns mal was dazu erzählen?
Dieter Hahn:
Ja, wir hatten unabhängig voneinander, der liebe Andreas und ich, versucht, einmal ein Gyrokopter und einmal ein einmotoriges Flugzeug zu bekommen, damit wir hier über diesem Wahnsinnsland – über dieser schönen Gegend die Windkraftanlagen einfach mal von oben zeigen können: Von hier aus bis zum Reinhardswald, dann über „den Hermann“ (das Hermanns-Denkmal), über den Teutoburger Wald bis hin zum Sorpesee runter, um ganz klar aufzuzeigen, was hier gerade passiert mit unserer Natur, mit unserer Umwelt. Ja, die beiden hatten dann leider ein Problem. Der eine sagte, er hätte das Problem mit einer Wartung.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Und wo es angekündigt war: Mit zwei Kamerateams sind wir jetzt hier.
Dieter Hahn:
Ja, ich glaube, das war der Fehler. Wir hätten besser ein Schnupperfluch anmelden wollen. Dann hätte das funktioniert. Leider war das nicht der Fall. Der andere hat dann heute morgen auch noch abgesagt, weil das „mit der Leitung des Vereins nicht konform“ gewesen wäre, redete er sich dann raus und dann war das Gespräch weg.
Ja, und jetzt sitzt wir hier im Auto und jetzt fahren wir hier Richtung Weiberg, mit die großen Windkraftanlagen, die schon älteren Datum sind. Hier auf der rechten Seite Windpark mit sechs Anlagen und da, auf der linken Seite, wenn man darüber schaut, dann äh sieht man, wie die größeren Anlagen später dazu gekommen sind. Ganz alte Nordex-Anlagen und Lagerwey-Anlagen auch noch dabei.
Also von daher, hier ist der Wahnsinn losgegangen auf Werken, nicht wahr? Ja, das hatte auch einen Grund.

proVOGTLANDschaft e.V.:
Das ist ja jetzt so, wir haben ja diese Tour lange geplant und sind ja da wirklich gut in der Planung und allem. Es gibt schon den klaren Verdacht, dass hier wegen politischen Hintergedanken – oder der politischen Correctness – dieser Flug heute nicht genehmigt wurde oder?
Dieter Hahn:
Ich glaube eher, es ist Angst. Angst sich zu positionieren und zu sagen, wir tun das für die Menschen und es ist Angst vielleicht das Monitoring nicht mehr durchführen zu dürfen, weil so ein Gyrokopter hat natürlich die Eigenschaft, dass er auch langsam um eine Windkraftanlage fliegen kann, um dort dann aufzuzeigen: Schäden oder dergleichen mehr. Es ist auch kostengünstiger, heute macht man mit Drohne, aber oftmals auch mit Gyrokopter, wenn man weitere Entfernung abzufliegen hat. Und ich denke mal, „wess‘ Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing,“ ist nicht von der Hand zu weisen. Könnte sein. Vermute mal. Aber ich sag mal so: Er hatte einfach keine Lust.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ja, wir sind ja jetzt nicht „gegen.“ wir sind ja ein kritisches Format, was einfach nur andere Blickrichtungen zulassen möchte und nicht so eine Einheitsromantisierung, dass das alles die Lösung sein soll. Und es ist schon erstaunlich, dass selbst ein kritischer Blick, ein kritisches Hinterfragen schon zu Ängsten bei Piloten oder der Ausstellung von Fluggenehmigungen ausreicht, um so ein Dreh heute auch in der Luft zu verhindern oder?
Dieter Hahn:
Ja, das ist ja unsere Zeit. Die Problematik haben wir allenthalben in allen Bereichen. Das ist im Gesundheitswesen, das haben wir gerade in der Wirtschaft natürlich extrem. Und hier zeigt sich die politische Correctness, die dann angebracht ist. Hier sind wir in einem Gebiet, wo also die CDU die Mehrheit hat. Viele hängen davon ab. Die Seilschaften, die sich gebildet haben, das dauert, bis das dann auch ausgeschlagen wird oder zerschlagen wird. Ich denke, das ist noch viel Arbeit, die wir vor uns haben, um in ein menschenwürdiges Miteinander zu kommen und dass wir dann das Kapital als „Kapital für alle“ sehen und nicht nur für einige wenige Windbarone, die sich hier – man sehe links rüber … wenn man dann diesem Riesen Spargel sieht: das ist also der Blick Richtung Bad Wünnenberg, da fahren wir gleich hin. Dahinter, hinter den Wolken, ist auch noch alles voller Windkraft. Das ist also… rechts rüber, haben wir dann auch noch Windkraftanlagen da hinten, in Rüten.
Also wir sind hier umzingelt von Windkraft. Ganz umzingelt. Und ich denke diese Correctness ist sehr… Ich sag mal, die haben zu viel Angst. Die Menschen haben Angst, und aus dieser Angst heraus ziehen sie sich lieber zurück, als dass sie Stellung beziehen. Ich habe mal einem Landrat gesagt, der hätte keine Eier in der Hose. Letztendlich musste ich das dann zurücknehmen, weil ich dann festgestellt habe, dass er doch Eier hat! Weil er dazu gelernt hat.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Okay. Also hatte sein seine Blickrichtung geändert, hat seine Meinung geändert?
Dieter Hahn:
Ja, er hat seine Meinung geändert, weil: Er wusste nicht, welche Macht er eigentlich hat! Und diese Macht, die ein Landrat hat – das wissen die meisten Landräte nicht, was sie machen können, und daher die Angst. Die Angst ist die treibende Kraft in allen Bereichen.
Wir fahren gleich links ab nach, Hegensdorf (Die Ortschaft Hegensdorf ist eine der ältesten Ortschaften Bürens).
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ich finde, dass hier auch natürlich viel verdreht wird und es immer dann natürlich auch in eine politische Extreme gesteckt wird, sobald man sich kritisch mit Windkraft auseinandersetzt. Aber wenn ich jetzt mal dich anschaue oder mich, wir sind aus der bürgerlichen Mitte, wir sind Menschen, die auch einfach noch unseren Enkeln, unseren Kindern eine schöne Natur hinterlassen wollen. Es gehört doch zu zur menschlichen Pflicht, auch kritisch das hinterfragen zu dürfen. Wenn man sieht, was da abgeholzt, gerodet werden soll für diese Windkraftparks… Man sieht, was es für Auswirkung hat. Ihr seid hier in wunderschönen Wäldern, ihr habt den Teutoburger Wald, der sehr geschichtsträchtig ist. Ihr habt hier Naturdenkmale, die Exernsteine, den Hermann und das zu gefährden um grüne Politik zu machen oder angeblich CO2 neutralen Strom, das darf man doch menschlich gesehen schon allein hinterfragen, oder?!
Dieter Hahn:
Menschlich gesehen ist alles, was mit Windkraft gerade zu tun hat, nur „da ut detur tibi“ – „Gib, damit dir gegeben wird.“ Aber nein, es ist eher „divide et impera,“ – teile und herrsche. Es wird geteilt in die Mächtigen, die Reichen und in die, die es bezahlen sollen. Und das ist der Bürger. Und der Souverän, der für mich das sagen hat, hat hier nichts mehr zu sagen. Das geht bei den Genehmigungsverfahren los, das geht bei den Anhörungen los, das geht bei den Entscheidungen los, bei der Verteilung des Geldes., Es ist alles nur noch darauf abgestimmt, die Reichen reicher zu machen. Ich bin aber kein Sozialist oder kein Kommunist, sondern ich bin ein „Pragmat.“ Und für mich ist es so: Wenn allen wenn es allen Menschen gut geht, dann geht’s mir auch gut. So, und hier oben auf der Höhe sind also wir diese großen Enercon Anlagen. Die stehen ja auch schon mittlerweile, ich meine 15 Jahre – oder 12 Jahre. Da hinten kommen wir jetzt Richtung Hegensdorf und äh dann weiter, fahren wir Richtung Wünnenberg.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ich habe schon über einige Petitionen gelesen, die den Bau bei den Exernsteinen verhindern sollen, weil das ja auch Tourismusplatz ist, Naturdenkmal, wo schon viele Bürger unterschrieben haben. Es war eine der größten Petition gegen Windkrafträder. Hast du darüber was gehört? Warst du daran beteiligt?
Dieter Hahn:
Auch da war ich beteiligt. Ich bin im Grunde genommen hier in allen Bereichen beteiligt – mal mehr, mal weniger. Das hängt aber auch dann oft von den Organisatoren ab, die mich dann vielleicht nicht erreichen können. Ansonsten, sobald ich was davon höre, unterstütze ich von mir aus schon die ganzen (Initiativen). Und das was hier gemacht wird durch die Windkraft seit Jahren, ist: Den touristischen Reiz völlig zerstören! Aber der touristische Reiz ist ja nur ein Argument. Das was ja nirgendwo gesagt wird, das sind die Ewigkeitsschäden durch den Abrieb der Rotorblätter, der ja immer mehr nachgewesen wird, das PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, Ewigkeitschemikalie wie Mikro-Plastik), was dort aufgebracht worden ist. Wobei diese PFAS-Geschichte …im Grunde genommen PFAS, was ist das? Es ist Teflon.
Der erste, der mit Teflon gearbeitet hat, ich muss es zu meiner Schande gestehen, war ich. Ich habe den mitentwickelt, mit einer Firma aus Bielefeld. Diese Firma hat Farben hergestellt und hat es geschafft, eine Teflon-Beschichtung mit Rückstoff zu kombinieren, was eigentlich nicht geht, durch ein passendes Additiv. Und dann haben wir die erste Windkraftanlage in den Obertauern in Österreich damit beschichtet, eine Vestas Anlage („Vestas Wind Systems“ aus Dänemark) und zum Vergleich, wie die Anti-Eis-Beschichtung funktioniert. Ursprünglich war das eine Geschichte, die kam aus der Flugzeugindustrie, der Airbusindustrie. Ich hatte ein Vertriebsrecht dafür, in der Windbranche. Zwei Anlagen sind beschichtet worden und danach hat der Lieferant nicht mehr geliefert.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Mit welcher Begründung?
Dieter Hahn:
Der wollte einfach nicht mehr. Stand nicht im Vertrag! Er musste nicht liefern. Das war also schon alles ein bisschen komisch, bisschen tricky und dann haben die Herrschaften selber ihre Entwicklung gemacht mit der PFAS-Geschichte. Sie haben dann gesucht, welche Beschichtung also eine Vereisung verhindert und haben dann dieses PFAS auf die Flügel aufgebracht, was jetzt im Grunde genommen zu Ewigkeitsschäden im Wald führt oder in dem Umfeld der Anlage führt.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also da kennst du ja auch die chemischen Zusammensetzungen, da kennst du dich aus, was das für Auswirkungen auf Mensch und Natur und Tier hat.
Dieter Hahn:
Ja, es wird nicht abgebaut! Es reichert sich in den Mägen der Wildtiere an oder in den Pflanzen wird es auch angereichert, die Pflanzen werden es jetzt mit aufnehmen. Es gibt also kein Bakterium, das PFAS auflösen oder zerfressen kann. Das sind dann die Ewigkeitsschäden, die wir davontragen. Normalerweise müsste jeder Bauer, der auf seinem Grund eine Wirkraftanlage stehen hat, ein Verbot bekommen, dort irgendetwas anzubauen, weil: Die Sachen sind alle kontaminiert.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Und wenn man hört… Man denkt immer so, okay, die Legierung, was flattert denn da ab, wenn ich mein Auto anschaue, das bisschen Lack, das wird ja jetzt nicht so viel sein, aber es geht ja schon die Kilogramm pro Windkraftrad, was da was da rumfliegt.
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„Das Fraunhofer-Institut schätzt, dass jährlich etwa 170 Tonnen Mikroplastik durch Windkraftanlagen freigesetzt werden. Quelle: https://vernunftwende.de/windraeder-abrieb-mikroplastik/ – kein Wunder, dass es ähnlich wie bei Gift in Impfmitteln, jede Menge „Faktenchecker“ im Internet kursieren, als Reaktion auf diese Warnmeldung.„
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Dieter Hahn:
Ja, so meines Wissens nach sind es 150 kg im Jahr. 3 Center pro Windkraftrad. Ja, bei den großen Flügeln ist das so. Die großen Flügel werden ja regelmäßig gewartet und je größer die Flügel werden, desto größer ist die Fläche, desto größer ist die Menge des Abriebs. So und man geht ja immer weiter in den Gigantismus und baut immer größer.
(Hahn deutet auf die Fahrbahn:) Das sind auch Kräne, die dann zu Windkraft-Anlagen fahren. Also im Moment ist hier sehr viel Betrieb. Sie versuchen alle noch, möglichst viele Windkraftanlagen aufzubauen, bevor die Bevölkerung wach wird und merkt: Halt, wo sind denn die Umspannwerke und die Netze?! Hier passt doch was nicht.“ Denn das ist das Hauptproblem, was wir haben. Wir haben kein Verteilnetz. Es gibt hier Windkraftanlagen, die sich gegenseitig behindern, die aufgebaut werden aufgrund der Förderung durch das Energie-Einspeisegesetz, und mehr nicht. Das ist ein reines Investorenmodell, um Geld zu verdienen.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das heißt, also hier werden Windkraft Räder aufgebaut, die gar nicht ans Stromnetz angeschlossen werden können, weil es schon übersättigt ist oder weil die sich untereinander behindern?
Dieter Hahn:
Weil unter Umständen auch die Zusage des Grundstückseigentümers fehlt. Es dürfen keine Kabel übers Grundstück gelegt werden. Dafür müssen Enteignung unter Umständen laufen und diese Prozesse dauern ewig.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Wie bist du jetzt in diesen Prozess mit reingekommen, wenn du jetzt sagst, du hattest eigentlich schon teilweise etwas für die Windkrafträder mit entwickelt, wenn man jetzt von der Teflon- und PFAS-Beschichtung hört. Wie kam’s dazu, dass du dich jetzt doch so kritisch dazu einsetzt?
Dieter Hahn:
Also 1987 habe ich mit der HSW 300 angefangen. Das war die kleinste Windkraftanlage oder damals, die größte mit 300 kW, von den Husumer Schiffswerften (Schiffbaubetrieb in Husum an der Nordsee. 1999 meldete das Unternehmen Insolvenz an). Damit fing es an. Damit habe ich im Grunde genommen den Einstieg in die Windkraft begonnen: Habe selber Messung durchgeführt im Binnenland, raufgeklettert auf den Telegraphenmasten in 20 m Höhe, um Windmessung machen zu können. Ja, da mit bin ich also mit Steigeisen hochgeklettert, habe ich selber alles gemacht. Und dann bin ich im Studium weiter in diese Richtung gegangen, habe dann BWL studiert, um dann meine Diplomhausarbeit zu schreiben über die Wirtschaftlichkeit von Wirtschaftsanlagen im industriellen Bereich. Ich habe damals schon festgestellt, dass es nicht funktioniert, festgestellt, dass es einmal 84 000 Windkraftanlagen in Form von Windmühle, die in Europa gab. Und von diesen Windmühlen sind ja auch bis auf 2000 alle weg.
Jetzt fahren wir hier durch Wünnenberg, den kleinen Bad Wünnenberg, wo man eigentlich das Bad wegstreichen müsste aufgrund dessen, weil es von Windkraft umzingelt ist. Diese Erkenntnis aus dem Studium damals hat mich dann bewogen, dort weiterzumachen. Also, ich wollte wissen, wo liegt das Problem bei der Windkraft und das war damals schon das Problem der Speicherung.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also, es gab damals schon Studien, die gesagt haben, es ist eine gute Idee, aber die Umsetzung ist nicht so ganz so pragmatisch.
Dieter Hahn:
Also, die die Idee ist gut, nur die Umsetzung! Es fehlte im Grunde genommen am Willen vernünftige Speicher zu konstruieren, die auch eine Dunkelflaute von 7 Tagen oder 8 Tagen aushalten kann. Das heißt, die Speicher waren, wenn, dann zu klein dimensioniert oder überhaupt noch nicht möglich und die Leistungsfähigkeit von einer 300 kW-Anlage bei einem Verbrauch von 5 Meagwatt in einem Industriebetrieb – dann weiß man, dass man noch viel mehr Anlage hier stellen müsste. Also, das heißt, die Größenordnung passten nicht.
Die Anlagengröße ist ja jetzt gestiegen, wächst immer weiter. Jetzt geht’s auch immer mehr in die Höhe bis auf 300 m. Man will die laminaren Winde erreichen. Ich habe dann in der Zeit ab 90 viel in der Windkraft – ich sag mal: Mitentwickelt. Das „Winglet“ war auch eine ein Hinweis von mir, bei der Firma Enercon damals. Vorher hatte man das ohne Winglet gemacht – also dieses abgewinkelte Stück am Ende, was dann noch mehr Leistung brachte.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Da warst du mit involviert in dieser Thematik?
Dieter Hahn:
Ja, das ist aufgrund meines Besuches eingeführt worden, eingepflegt worden.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das ist ja für es wäre für dich auch eine sehr lukrative Zukunft gewesen. Also man sieht ja heute, wie profitabel das Geschäft ist. Wie kam es dazu, dass du dann doch kritisch dieser Sache gegenüberstehst?
Dieter Hahn:
Der Gigantismus war mir zu weder und ich habe mich dann konzentriert auf eine andere Möglichkeit, und das ist ein Vertikal-Windrad gewesen. Dann habe ich sehr viel privates Geld in die Hand genommen, um eine Entwicklung zu machen, eine Vertikalanlage als Prototyp zu entwickeln und habe mich dann darauf versteift, weil ich gesagt habe, es macht keinen Sinn über 30m Höhe hinauszugehen, weil dann haben wir die Problematik, dass das nicht mehr vernünftig gewartet werden kann. Wir brauchen immer ein Kran, wir brauchen wahnsinnigen Aufwand, und 30m? Da kann jede Feuerwehrdrehleiter noch hin. Das können dann die Leute vor Ort regeln. Das wäre alles machbar und es reicht vollkommen aus. Und ich habe halt Widerstandsläufer entwickelt und habe dann festgestellt – ähm bzw.: Tja, und man hat mir dann mal ganz klar zu verstehen gegeben, dass ich doch meine Anlage besser abbaue, als dass ich sie weiterverfolge, weil sonst hätte ich italienische Verhältnisse zu spüren.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Okay?! Also schon mit Drohung gearbeitet, dass es nur jetzt diesen einen Weg zu geben hat!
Dieter Hahn:
Ja.
proVOGTLANDschaft e.V.:
iUnd keine Alternative, das ist ja das, was auch in den Schulen gelernt wird. „Wir müssen Windkrafträder machen, kein Grad mehr, sonst geht die Menschheit um. Generation Zero. Es gibt nichts mehr danach!“ Es wird ja auch viel mit Angst gearbeitet bei dieser ganzen Thematik, wo ja alternative Stromerzeugnisse, wie du es schon sagst, gar nicht gehört werden sollen, ne?
Dieter Hahn:
So ist es.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Wie ging dann dein Weg weiter?
Dieter Hahn:
Ja, dann habe ich vor 5 Jahren dann Kontakt bekommen bei den Windkraftgegnern und da ich ja nun ein fundamentales Wissen habe, habe ich dann dieses Wissen angewandt. Dann habe ich geguckt, wie kann man nachweisen, dass die Windkraftanlagen nicht angeschlossen sind? Bin zum Kreis gegangen, habe mit dem Landrat versucht Kontakt aufzunehmen. Ich war auch beim Kreis, habe dann mir eine Kamera geholt, mit Infrarot, um Wärme filmen zu können, weil jedes Windrad, das produziert, produziert auch Wärme. Und wenn ich mit einer Kamera die Wärme feststellen kann oberhalb des Windrades, dann weiß ich, die läuft, die produziert. So. Produziert sie aber nicht, dann habe ich keine Wärme. Das heißt, die läuft im Leerlauf. Und dann habe ich wissen wollen, wo laufen denn die Kabel her?
Jetzt fahren wir auf Meerhof zu, und dann sehen wir die richtig vielen Anlagen.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Hast du Aufnahmen davon, wo du deine Experimente gemacht hast mit den leerstehenden, also diesen nur drehenden Windkrafträdern ohne Stromproduktion und mit…?
Dieter Hahn:
Ja, ja, habe ich gemacht und ich habe auch ein Foto, können wir heute Abend gerne noch mal zeigen. Und dann, da ist so ein Widerstandsläufer. Ich habe auch ein Patent angemeldet, aber dieses Patent so, dass ich es ad Absurdum geführt habe. Das heißt, ich wollte gar kein Patent haben, sondern den Stand der Technik so definieren, dass jeder Mensch das nachbauen darf, ohne dass es verhindert werden kann. Das ist mir gelungen.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das ist dir gelungen?
Dieter Hahn:
Das ist mir gelungen! 600 € bezahlt für das Patent – vor dem Hintergrund, es nicht bekommen zu wollen, sondern nur den Stand der Technik so zu definieren, dass keiner mehr auf der Welt ein Patent in dieser Hinsicht anmelden kann. Das heißt, das ist frei. Freie Energie für alle. Also, ich bin immer noch für Windkraft, aber da, wo sie Sinn macht und nicht da, wo sie nur zerstörerisch wirkt, sich gegenseitig behindert und nur für Profit genutzt wird.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das ist ja uns auch noch mal ganz stark aufgefallen. Wir waren ja vor zwei Wochen in Bayern unterwegs. Da gibt’s Schwach-Windregionen, wo es Förderung gibt, sodass die Windkraftbetreiber 20% noch zusätzlich gefördert bekommen, um Windkraftanlagen in Gebieten zu bauen, wo nachweislich weniger Wind herrscht! Also quasi dort, es dort überhaupt gar nicht geeignet ist. Aber wie du schon sagst, es zählt einfach nur: Es geht darum, die Dinge aufzubauen. Ob die dann überhaupt angeschlossen werden, ob die dann überhaupt Wind Strom produzieren oder nicht? Darum geht’s nicht, denn jede aufgebaute Windkraft Anlage ist Geld, das reinkommt, oder?
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Menge der Windkraftanlagen von da links rüber bis ganz hinten rechts sieht man gar nicht. 🌐 IN DIE GENE Stream auf Cosmic Cine TV: https://www.cosmic-cine.tv/indiegene Produziert im Studio IN DIE GENE http://www.indiegene.studio http://betterplace.org/p159771
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Dieter Hahn:
Ja!
Ich glaube, der Herrgott hat es so gewollt, dass wir heute nicht fliegen, weil: Ich sehe gerade vorne, die Flügel sind im Nebel. Unten drunter können wir herfahren, wunderschön. Aber die
Aber vielleicht sehen wir gleich noch welche. Vielleicht zieht es sich noch weg.
Aber das ist jetzt hier das Hauptwindfeld: Das „Sintfeld“ und das „Hauptwindfeld“, sage ich jetzt mal. Hier sind die meisten Windkraftanlagen überhaupt. Das ist also Bad Wünnenberg/ Meerhof und Lichtenau. Da sitzt das Zentrum des windindustriellen Wahnsinns. Das sind alles Erdmittelpunkts-Anzeiger. Ha, ha…
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ja, hier sind auch teilweise noch welche im Aufbau, wie ich sehe.
Dieter Hahn:
Ja, ja, ja, ja, genau. Aber wir sehen gleich, wie eng die schon stehen. Man siehts rechts hier, man sieht sie auch. Also, es sind keine Bäume, das sind Windkraftanlagen, die ob rausschauen.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ach so, okay. Wie ist denn das mit dein mit deinem Umfeld? Wie reagieren denn deine Freunde, deine Familie, deine Nachbarn darauf, dass du dich so einsetzt, um Aufklärung zu betreiben, auch Gesicht zu zeigen, den Mut hast, auch mal dich kritisch darüber auszusprechen, wie reagieren die da drauf?
Dieter Hahn:
Also, die sagen ganz klar, wenn es einer macht, Dieter, dann bist du das! Weil: Sie kennen sonst kaum einen, der so mutig ist, die Dinge offen anzusprechen und pragmatisch, mit Hintergrund, es auf den Punkt zu bringen. Andere sagen: „Pass auf, es könnte sein, dass einer hinter dir steht.“ Dann sage ich immer: „Ja, ist gut, ich pass auf.“ Wehrhaft bin ich auch und man sollte mich nicht unterschätzen. Also, das haben schon einige gemacht, mich unterschätzt, das kommt nicht gut. Von daher, ich habe meinen gewissen Selbstwert und eine Erfahrung in meinem Leben machen dürfen. Viele Erfahrungen, die mir die Kraft geben, das klar zu benennen und auf den Punkt zu bringen und auch drauf hinzuweisen, weil das, was hier gemacht wird, das ist Industrieschrott – wird hier aufgebaut. Man sieht es hier zu linken, da wird wieder einer aufgebaut. Da ist der Kran, der neben der Anlage liegt. Da ist ein frisches Windrad aufgebaut. Sie nennen es „Re-Powering,“ aber die alten bleiben stehen.

proVOGTLANDschaft e.V.:
Also ach das wird auch zum Teil nicht abgebaut, sondern einfach wieder eins dazu gebaut?
Dieter Hahn:
Vielleicht später. Das ist genauso wie mit der Genehmigung von Windkraftanlagen. Die werden alle genehmigt, auch wenn kein Kabel gelegt werden kann. Das ist ja der Witz.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ach so, also für „vielleicht später noch mal anschließen.“ Ja, das EEEG Gesetz, vielleicht muss ich das mal hier auf den Punkt bringen. Das Energieeinspeisegesetz ist gemacht worden von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Bundesverbandspräsidenten von Windenergie, Herrn Lackmann. Dieser Herr Lackmann hat den Beamten die Hand geführt bei der Erstellung des Energie-Einspeisegesetzes und dann hat man folgendes gemacht. Man hat also die Genehmigungen für Windkraft in vier Bereiche aufgeteilt. Das erste ist die Baugenehmigung, die mittlerweile innerhalb von zwei Monaten zu erfolgen hat, und zwar auch im – ich sag mal: “bevorzugten Außenbereich.“ …
Das sind hier auch wieder… eine neue Anlage! Wieder ein Erdmittelpunkts-Anzeiger. Erst wenn die Anlage oben drauf ist, eine Windkraftanlage – sonst ist das ein Erdmittelpunktanzeiger, aber die stehen auch im Wald hier. Also das man die können wir leider nicht sehen durch den Nebel. Okay. Ist alles voll hier rechts und links.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ist schon erschreckend.
Dieter Hahn:
Ist richtig erschreckend!
So und dann hat man die zweite Hürde, also nach der Baugenehmigung ist das Bundesemissions-Schutzgesetz, ob man also Tiere oder irgendwelche Emissionen hat, Lärmemissionen, Schalemissionen und dergleichen mehr. Wenn das genehmigt ist, dann muss man noch die Zusage des Netzbetreibers und des Stromverkäufers haben, und der Bundesnetzagentur als Netzbetreiber. Dieser Antrag bei der Bundesnetzagentur hat ausgereicht, um eine Genehmigung für den Bau einer Windkraftanlage zu bekommen. Das heißt, es musste kein Kabel gelegt werden – es durfte gebaut werden. Wenn jetzt ein Grundstückseigentümer sagt, über mein Grundstück geht kein Kabel, dann wurde diese Anlage, die da gebaut worden ist, nach dem EEG-Gesetz trotzdem finanziert und bezahlt wie eine Anlage, die normalen Strom liefert.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das heißt, es ist Geld geflossen, Förderung und alles…
Dieter Hahn:
…ohne Strom. Fiktiv!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Fiktiv. Ja.
Dieter Hahn:
Und um nur eine Zahl zu haben: In 2024 waren das pro Monat 1,65 Milliarden, die da geflossen sind. Und es wird immer mehr. Es sind Steuergelder. Ja. Und das war der der Energiepfennig bzw. Cent, der dann zusätzlich bezahlt werden muss. Und diesen fiktiven Strom oder den imaginären Strom, den man da liefern wollte oder den man ja nicht liefern kann, der wird trotzdem bezahlt. Das heißt, die Investoren bekommen ihr Geld sicher, sie haben ihre Rendite sicher, ohne Risiko. Und deswegen, weil dieses EEG-Gesetz so geschrieben worden ist, hat es so einen Run auf diese Windkraftanlage gegeben.
Wieso ging das? 70% aller Bundestagsabgeordneten haben Anteile an Windkraftparks oder Windkraftanlagen!
proVOGTLANDschaft e.V.:
70%?!
Dieter Hahn:
70% – das heißt das ist eine reine Lobby.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das heißt also die meisten Politiker stecken da selber mit drinnen und sind in diese Energiewende voll mit reingegangen.
Dieter Hahn:
Also oftmals also bei uns sagt man „die stecken bis zum Hals mit drin.“
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ja, das anders könnte man solche Gesetzgebungen und solche… Ja, es wird ja auch blind einfach drüber hinweggeschaut.
Dieter Hahn:
So ist es. So ist es!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Es geht dir nicht um Effektivität oder sonstiges.
Dieter Hahn:
So, dann geht dann. Aber jetzt kommt der Kracher. Warum das so schön ist, dieses Gesetz, für den Herrn Lackmann bzw. für die Windkraftbranche. Wenn die Anlagen nicht angeschlossen sind, verliert normalerweise nach 3 Jahren das Baurecht seine Gültigkeit. Also dann ist die Anlage wieder abzubauen, wenn innerhalb von 3 Jahren keine Verwendung, so wie es geplant war, erfolgt ist. So. Jetzt wird spannend. Nach Energie-Einspeisegesetz ist das auf 5 Jahre geändert worden. Das heißt 5 Jahre lang kann die Anlage ohne Anschluss betrieben werden. 5 Jahre – ohne Anschluss.
So, und jetzt passiert folgendes. Was passiert nach 5 Jahren?
proVOGTLANDschaft e.V.:
Re-Powering.
Dieter Hahn:
Nein! Da wird prolongiert! Das heißt, dann kann man noch mal 5 Jahre. Dann wird um 5 Jahre prolongiert, das heißt 10 Jahre. Mit den Förderungen, imaginären Strom geliefert.
proVOGTLANDschaft e.V.:
…Und mit Windkraftanlagen, die vielleicht auch gar nicht angeschlossen sind.
Dieter Hahn:
Ja. Ja. Ja. Genau, so!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Weil, wenn du jetzt siehst: Wir hatten ja das Thema mit den Stromtrassen, wie lange dann auch teilweise solche Rechtsstreite gingen, mit Grundstücksbesitzern, Enteignungsverfahren. Das ist ja nicht schnell in einem Jahr gemacht.
Dieter Hahn:
Das dauert auch 10 Jahre.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Was passiert dann nach den 10 Jahren?
Dieter Hahn:
Da wird wieder prolongiert, noch mal um 5 Jahre – und dann wird re-Powert. Geiles Modell, nicht?
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also das ist mal schön zu hören, dieses ganze System, wo du ja auch wirklich tief mit drinnen warst, weil du ja auch Teil der damaligen Befürworter warst, bevor du gesehen hast, was es eigentlich für ein Wahnsinn ist.
Dieter Hahn:
Ich bin immer noch Befürworter, aber da, wo es Sinn macht und da, wo es auch funktioniert und nicht nur, um abzuzocken! Und hier wird nur abgezockt.
So, und das wie kommen wir da drauf? Wie bin ich da draufgekommen? Es fehlen die Hochspannungsleitungen, es fehlen die Umspannwerke, es fehlt alles! Und das ist die Hauptproblem. Wir haben hier Strom installiert, nicht nur Windkraft, auch PV. Wir haben insgesamt 180 Gigawatt installierter Leistung. Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn ich ein ich sag mal: Das Atomkraftwerk Würgassen, das eine Leistung von 1,4 Gigawatt hat, das entspricht 125 Atomkraftwerken! Ich wusste gar nicht, dass wir so viele Atomkraftwerke in Deutschland hatten. Ich wusste gar nicht, dass wir so viel Atomkraftwerk in Deutschland hatten. Meines Wissens nach warn‘s nur neun! Also von daher hat sich schon viel getan in Deutschland.
So, und dieser Strom? Hier haben wir jetzt keinen Solarstrom. Hier wird nichts produziert, vielleicht 3 % bei den neuen Anlagen. Diese Problematik mit dem Strom als solches, mit dem Flatterstrom, die bleibt uns und es ist egal, ob ich 100 Windkraftanlagen habe oder 1000 Windkraftanlagen habe. Bei null ist null.
Ja, da sieht man mal wieder den Wald von Windkrafträdern.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Es sollte also eher der Ausbau auf die Speichermedien fokussiert werden, dass man diese diesen Strom, den man ja jetzt schon erzeugt, erstmal speichern kann für auch die Flaute-Zeiten und sich lieber darauf fokussieren, Umspannwerke zu bauen, um diesen Strom auch erstmal nutzen zu können, den man hier zur Verfügung stehen hat.
Dieter Hahn:
Ja, für mich ist der Speicher nur eine vorübergehende Lösung. Langfristig sehe ich eine Lösung in, ich sag mal: Atomkraftwerk 5.0, das heißt im Fusionsreaktor und dass ja, dass die Wasserstofftechnik weiter ausgebaut werden muss. Nicht insofern, dass man den Wasserstoff produziert und einlagert, sondern dass man ihn direkt verwandelt, direkt verbraucht, dass man über Elektrolyse Wasserstoff herstellt und dann über Maschinen, über Verbrennungsmaschinen den direkt verbraucht. Hier drüben sind Solarfelder. Ja, das wird noch größer gemacht und das ist also hier parallel zu Autobahn. Wir fahren jetzt über die A44. Ja, das ist der Wahnsinn. Da vorne kommt jetzt Lichtenau, rechts rüber, und das ist also hier ist … Irrsinn pur. Das ist die Energiestadt Deutschlands. Nennt sich so! „Energiestadt Deutschlands.“ Ich nenne es den puren Wind-Wahnsinn.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Spargel-Landschaft.
Dieter Hahn:
Ja.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Wie bist du jetzt dagegen vorgegangen? Kannst du jetzt uns da mal auch Tipps geben? Du bist ja sehr schlagfertig. Du nimmst kein Blatt vor den Mund.
Dieter Hahn:
Ja, ich bin der Sprecher der „Bügelinitiative für Aufklärung,“ nach dem Freiheitsinformationsgesetz. Und diese Bügelinitiative umfasst viele tausend Mitglieder. Ich bin der Sprecher davon, stehe auch als Sprecher zur Verfügung und habe den Auftrag, sowohl Gerichte als auch Staatsanwaltschaften, als auch Behörden darauf hinzuweisen, dass sie… gewaltig etwas schief läuft. Ich habe die Oberverwaltungsgerichte angeschrieben. Ich habe die Staatsanwaltschaft in Frankfurt für Umwelt und Wirtschaftskriminalität angeschrieben und darauf hingewiesen, dass hier gewaltig etwas schiefläuft, insbesondere bei den Anschlüssen der Windkraftanlagen, habe sie versucht, in die persönliche Haftung zu nehmen. Ich habe den Richtern ganz klar geschrieben, als Sprecher dieser Bügelinitiative mit dem Auftrag, das machen zu müssen oder zu sollen, dass das in Zukunft nicht mehr so weitergehen kann. Was letztendlich bei der Regionalkonferenz bei uns, über Detmold dazu geführt hat, dass die Leute erstmal alles stillgelegt haben, geguckt haben, wie können sie denn weitermachen? Wer hat jetzt die Verantwortung nach? Ja. Ja, da war erstmal Schluss.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Dann gib mir doch bitte noch mal Auskunft. Also was waren deine Maßnahmen? Du hast jetzt den Brief geschrieben, woraufhin dann erstmal alle Maßnahmen …. oder was war das?
Dieter Hahn:
Ja, teilweise kam Rückmeldung, also vom Regierungspräsidium in Kassel kam eine Antwort. Ansonsten Stillschweigen. Von Frankfurt kam keine Antwort, von der Staatsanwaltschaft, die als Bundesstaatsanwaltschaft für Umwelt und Wirtschaftskriminalität fungiert. Die haben überhaupt nicht reagiert auf mein Anschreiben.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Ist das überhaupt möglich, wenn du ein… Also du bist ja ein quasi Volksvertreter, nicht wahr? Du hast eine Bürgerinitiative mit mehreren tausend Mitgliedern und da wird ein öffentlicher Brief hingeschickt und der bleibt einfach unbeantwortet.
Dieter Hahn:
Ja. Ja, er bleibt unbeantwortet.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Gibt es da Zentralen, wo man sich da noch mal melden kann? Ist der Brief vielleicht nicht angekommen?
Dieter Hahn:
Das habe ich per Einschreiben dort hingeschickt. Also alles, was ich mache schreibe, mache ich mit Einschreiben, meistens mit Rückschein. Kostet auch immer viel Geld, aber ich mache das aus Sicherheitsgründen, damit ich auch weiß, dass es angekommen ist.
So, das nächste war: Beim Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Reaktion kam dann ziemlich schnell – in einem anhängigen Prozess zwischen dem Kreis Paderborn und einem Windkraftbetreiber oder Windparkbetreiber, der eine Genehmigung haben wollte und in diesem Prozess, der normalerweise immer zugunsten der Windkraftbetreiber verabschiedet worden ist oder wo der Richter dann zu zugunsten der Windkraftbetreiber geurteilt hatte. In diesem Prozess wurde kein Urteil gefällt – direkt nach meinem Schreiben, weil dort dann doch wohl irgendwas passiert war. Und dann hatte man ein Viertel Jahr Ruhe. Da wurde auch nichts beantragt und nichts gemacht. Und den Genehmigungsbehörden, also die normalerweise die Bürgermeister waren, denen wurde das dann weggenommen und jetzt wird es beim Land genehmigt.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das heißt also die Bürgermeister haben keinen Einfluss mehr.
Dieter Hahn:
Sie haben kaum noch einen Einfluss. Die einzigen, die ein Einfluss haben… Doch! Der Bürgermeister hat Einfluss: Wenn er sich mit seinen Bürgern zusammentut und als Souverän- Vertreter dafür sorgt, dass die Proteste der Bürger so groß sind, dass das Land nicht mehr über den Kopf des Bürgermeisters hinweg entscheiden kann.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Gab’s trotzdem noch Antworten? Gab’s trotzdem Rückmeldungen, die darauf eingegangen sind, was du da geschrieben hast?
Dieter Hahn:
Nein, ob aus München oder aus Mannheim oder aus Kassel. Kassel war das einzige und die Begründung war, dass die Richter aufgrund der grundgesetzlichen Regelung nur urteilen dürfen ohne Einfluss von außen, das heißt ohne Dritte. Und ich war als Sprecher der Bürgelinitiative ein „Dritter.“ Und das dürfen sie dann nicht zur Kenntnis nehmen. Gleichwohl haben sie es zur Kenntnis genommen, dadurch, dass sie es gelesen haben. Das hat mir auch so gereicht.
So, das war das eine. Das andere war, dass ich also mir Termine geholt habe bei dem Kreis-Bauamt in Paderborn und dann auch mit dem Kreis-Bauamtsleiter einen halbstündigen Termin hatte, und am Ende des Termins hat dann der Kreis-Bauamtsleiter, der damalige ähm am Folgetag um die direkte Versetzung in den Vorruhestand beim Landrat gebeten.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also er wollte seinen Kopf noch mal aus der Schlinge nehmen.
Dieter Hahn:
So ist es. Und seitdem fährt dann der ehemalige Mitarbeiter vom Kreis Bauamt in Indien mit seiner Frau Fahrrad, ist dann direkt weitergezogen. So, jetzt sind wir in der Energiestadt Lichtenau. Das kann man hier schön auch filmen dort: Energiestadt – steht doch da, „Energiestadt Lichtenau“ steht drauf. Ja, und die wollen jetzt auf „den schlafenden Riesen“ noch machen. Das heißt, die wollen hier in Wasserstoff investieren. Sie haben eine 6km lange, 1m dicke Leitung, und das soll als Speicher fungieren, was zum Scheitern verurteilt ist – kann ich jetzt schon sagen. Weil das habe ich der Bürgermeisterin von Dülfer hier auch ganz klar gesagt: Sie hat in Physik nicht aufgepasst, weil Wasserstoff so klein ist, als Atom – wenn ich also reinen Wasserstoff habe, der diffundiert überall durch. Das heißt, das ist technisch kaum machbar, den Wasserstoff aufzuhalten. So ist das.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also das klingt natürlich jetzt nicht s, dass du in den wirklichen Dialog kommen konntest…
Dieter Hahn:
Das wollten sie ja garnicht.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Mit den jeweiligen Betreibern, wie bist du dann weiter vorgegangen?
Dieter Hahn:
Dann bin ich auf die Demos gegangen! Auf den Demos hab ich die Bevölkerung direkt aufgeklärt.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also das heißt auch Vorträge gehalten?
Dieter Hahn:
Ja, klar. während der Demo mitgegangen und dann mit meiner eigenen entsprechenden Anlage die Bevölkerung aufgeklärt.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Die Bürgerinitiative mit unterstützt oder mitgegründet – wie ist da die Resonanz?

Dieter Hahn:
Ein großes Erstaunen. Das größte Erstaunen ist immer dann, wenn es heißt, „die Anlagen sind nicht angeschlossen,“ es fehlen die Umspannwerke! Und dann denken die alle: „Hä, Umspannwerke? Wieso Umspannwerke?“ Ja, das haben wir noch nicht verstanden, dass der Strom transportiert werden muss und das größte Erstaunen ist tatsächlich dann immer da. Das ist das ist immer wieder dasselbe.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Das finde ich stark, dass wir gehen ja Deutschlandweit umher – nehmen ja alle Bürgerinitiativen mit, äh Experten mit rein und das Schöne ist, dass wir überall neue Erkenntnisse noch mal mit reinbekommen und was du jetzt hier mit reinbringst, ist auch wichtig für die Dokumentation, um klar zu machen, dass auch die technischen Bedingungen der Umsetzung gar nicht gegeben sind und dass da – noch mal mehr – diese Profitgier dieser Lobby noch mal dargestellt wird.
Dieter Hahn:
Hier sieht man’s richtig… Knapp hier oben sind über 100 Windkraftanlagen! Leider im Nebel. Leider-leider-leider. Es sollte heute Nebel sein.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Wie unser Flug!
Dieter Hahn:
Ja. Der Herrgott hat’s gewusst!!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Also man hat ja gehört, die Petitionen, die jetzt auch gemacht wurden bei den Exernsteinen, haben zum Erfolg geführt der Bevölkerung, dass diese Windkraftanlagen dort erstmal nicht weiter geplant sind. Aber nichtsdestotrotz hieß es, dass sie nächstes Jahr noch mal einen Antrag stellen werden. Also, bist du auch zur Podiumssitzung gegangen, wo du auch zu Befürwortern (sprechen konntest)?
Dieter Hahn:
Ja, auch das. Ich bin zu Podiumsdiskussion gegangen. Ich bin zu… Da guck, da sin’se, die…
proVOGTLANDschaft e.V.:
Da könn‘wer doch direkt-ma mit den Betreibern reden!
Dieter Hahn:
Ja, genau.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Lass uns doch gleich…
…und da könnt ihr direkt die Aufnahme machen!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Schön!!
Dieter Hahn:
Bleib mal stehen hier. Wir können ruhig mal auch zu den Herren gehen… ist doch kein Problem!
proVOGTLANDschaft e.V.:
Könn‘ wir gerne machen, mal fragen, wie es denen geht. Okay! Jetzt sind wir erstmal hier vor Ort!
Dieter Hahn:
So, okay. Also jetzt sind wir erstmal hier vor Ort.
proVOGTLANDschaft e.V.:
Und danke schön erstmal für die Ausblick, mein lieber.
Dieter Hahn:
Ja, wir machen gleich weiter! Machen wir gleich weiter. Alles klar.
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NACHTRAG
Eine Literaturempfehlung

Was Dieter Hahn aufdeckt, ist keine nationale Besonderheit. Dieses englisch-sprachige Buch mit dem Titel „Perpetuating the Pork Barrel“ von Robert M. Stein und Kenneth N. Bickers aus dem Jahr 1993, von Cambridge University Press 1997 neu aufgelegt, beschreibt, dass in modernen westlichen Demokratien eine Art „Systemerhalt durch Umverteilung“ betrieben wird, in einem verdeckten System, das echte Problemlösungen verhindert. Die politischen Teilsysteme – Verbindungen zwischen Kongressabgeordneten, Interessengruppen, Programmbegünstigten, Bundes- und subnationalen Regierungsbehörden –, die die amerikanische Politiklandschaft prägen. Robert Stein, verstorben im Dezember 2025, und Kenneth Bickers haben eine Datenbank erstellt, in der die Bundesausgaben für Kongressbezirke für jedes Bundesprogramm detailliert aufgeführt sind, und untersuchen anhand dieser Datenbank vier Mythen über die Auswirkungen politischer Teilsysteme auf die amerikanische Regierung und die demokratische Praxis. Dazu gehört der Mythos, dass politische Subsysteme einen wesentlichen Beitrag zum Bundesdefizit leisten, dass einmal geschaffene Bundesprogramme unaufhaltsam wachsen und selten wieder abgeschafft werden, dass die Akteure der Subsysteme versuchen, den geografischen Geltungsbereich der Programmleistungen zu universalisieren, um Unterstützung für ihre Programme zu gewinnen, und dass der Fluss der Programmleistungen an die Wählerschaft in den Kongressbezirken die Wiederwahl der Gesetzgeber sicherstellt.
Übereinstimmungen mit dem Pork-Barrel-Prinzip
1. Subsystem aus Politik, Industrie und Verwaltung
– Genehmigungsbehörden, Betreiberfirmen, Politiker und Gutachter arbeiten in einem geschlossenen Interessensnetzwerk zusammen
Das entspricht exakt dem von Stein/Bickers beschriebenen Subsystem: ein Bündnis aus politischen Entscheidungsträgern, Verwaltungsorganen und wirtschaftlichen Akteuren, das auf Selbsterhalt ausgerichtet ist.
2. Fehlanreize und Umverteilung
– Windkraftprojekte werden laut Dieter Hahn nicht nach Effizienz oder Bedarf realisiert, sondern dort, wo wirtschaftliche Förderbedingungen am lukrativsten sind.
Dies entspricht der Kritik von Stein/Bickers an der geografischen Universalität: Leistungen werden auf möglichst viele Wahlkreise verteilt, um politische Zustimmung zu sichern – unabhängig vom eigentlichen Nutzen.
3. Fortbestehen ineffizienter Programme
– Die Reportage hat eindrücklich gezeigt, wie sinnlose oder sogar kontraproduktive Windkraftstandorte entstehen und bestehen bleiben, obwohl sie ökologisch und ökonomisch problematisch sind.
Auch das ist ein typisches Pork-Barrel-Symptom: Programme wachsen weiter, obwohl sie ihre Ziele verfehlen, weil sie lokale Geldflüsse sichern und politische Wiederwahl stabilisieren.
4. Intransparenz, politische Rhetorik und Schweigekartelle
– Unser Insider kritisiert die manipulative Kommunikation über die angeblichen Klimaziele, das Totschweigen von Schäden und das Ausschalten von Kritik durch interne Drohungen und Schweigepflicht.
Dies ähnelt der symbolischen Politik bei US-Programmen: Der Zweck dient der moralischen Legitimation, während im Hintergrund ganz andere wirtschaftliche Interessen dominieren.
Auch ein Dokumentarfilm beschreibt dieses Prinzip, am Beispiel des Apollo-Raumfahrt-Programms, das zuweilen schwerstkriminelles Handeln auf Regierungsebene in den USA provozierte – aber ursprünglich als Wirtschaftsprojekt entworfen war. Vom Filmemacher William Karel analysiert vorgetragen, handelt es sich nicht etwa um ein „Mockumentary-Format“, wie es sich selbst im Abspann anzeigt, als seien alle Beteiligten nur Kunstfiguren, à la „April, April“. Man kann heute, Internet-gestützt, das präzise codierte Werk entschlüsseln: Die französische Arte-Dokumentation „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“, aus dem Jahre 2002 – auf Telegram zu finden – etwa unter dem Suchbegriff „Stanley Kubrick“; hier wurde sie vielfach geteilt. Eine Filmanalyse existiert unter dem Titel: „Das Minibuch von der Veröffentlichung eines echten Plans“ von Elisabeth Würdigfeuerborn (Pseudonym).













