Die jahrzehnte lange Lüge über Fluorid – Teil 2/2

fluoride deception

Das Kettering-Laboratorium: Verkauft uns Blei, verkauft uns Fluorid

Für Menschen, die die Geschichte der Medizin und Wissenschaft in den USA kennen, war das Kettering-Laboratorium einst eines der größten privaten Labors, die sich mit Fragen der Toxizität befassten. Es war ein sehr gut finanziertes Labor, und sein Direktor, Robert Kehoe, war eine sehr angesehene Persönlichkeit im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Heute ist Kehoes Name vor allem für seine lebenslange Verteidigung der Sicherheit der Zugabe von Blei zu Benzin bekannt. Kehoe verbrachte ein ganzes Berufsleben an seiner Position im Kettering-Laboratorium damit, der Nation zu versichern, dass dem Benzin zugesetztes Blei völlig ungefährlich sei. Natürlich ist das inzwischen vollkommen widerlegt. Das Ausmaß der Gesundheitsschäden, insbesondere der neurologischen Schäden bei Kindern, die durch die Zugabe von Blei zu Benzin verursacht wurden, ist fast unermesslich. Dafür können wir Dr. Robert Kehoe wirklich „danken“. Er kämpfte sein gesamtes Berufsleben im Namen des Bleis weiter und wurde dafür von der Ethel Corporation bezahlt, den Herstellern von Tetraethylblei. Die gleiche Arbeit, die Robert Kehoe für das Image des Bleis im Auftrag der Industrie leistete, tat er auch für Fluorid. Und Kehoe war zusammen mit Harold Hodge einer der führenden Verteidiger der Fluoridsicherheit am Arbeitsplatz. Er war auch ein führender Befürworter der Trinkwasserfluoridierung.

Robert Kehoe und das Kettering-Institut stellten im Auftrag der Industrie und des National Institute of Dental Research eine umfangreiche Bibliographie mit Zusammenfassungen zur Fluorid-Toxizität und zur Rolle von Fluorid im Bereich der öffentlichen Gesundheit zusammen. Diese Arbeit wurde von Alcoa, der Aluminum Company of Canada, dem American Petroleum Institute, DuPont, Kaiser Aluminum, Reynolds Metals, United Steel und vielen anderen Unternehmenssponsoren sowie vom National Institute of Dental Research finanziert.

Wenn man die Unterlagen von Dr. Robert Kehoe im Kettering Laboratory durchsieht, stößt man auf die Existenz einer bislang unbekannten Organisation namens Fluorine Lawyers Committee. Kehoe arbeitete für das Fluorine Lawyers Committee an der University of Cincinnati, erfüllte deren Aufträge und lieferte dem Fluorine Lawyers Committee Argumentationsmaterial, damit dieses seine Unternehmenskunden – Alcoa, DuPont, Monsanto, U.S. Steel – gegen Fluorid-Klagen verteidigen konnte.

„Die Frage der öffentlichen Sicherheit der Fluoridierung ist aus der Sicht der medizinischen Wissenschaft nicht existent.“

Robert Kehoe, 1957

Begrabene Wissenschaft, begrabene Arbeiter

In den Akten von Robert Kehoe findet sich eine medizinische Studie –  eine hochmoderne, 100.000 Dollar teure Studie – bei der Jagdhunden der Hunderasse Beagle Fluorid unter Bedingungen eingeatmet wurde, die den Arbeitsbedingungen von Männern und Frauen in der Aluminiumindustrie oder in einer anderen Fluoridindustrie nahe kommen. Die Beagle-Studie ergab, dass Fluorid für die Labortiere äußerst giftig war. Die Beagle-Hunde, die sechs Tage pro Woche Fluorid einatmeten – genau wie die Arbeiter – hatten enorme Lungenschäden und Schäden an ihren Lymphknoten. Man sollte meinen, dass jemand diese medizinischen Informationen den amerikanischen Ärzten oder den Arbeitern gegeben hätte, die diese Ärzte aufsuchten und fragten, warum sie ein Emphysem hätten. Die Studie wurde dem Komitee der Fluor-Anwälte übergeben und auf alle Ewigkeit begraben.

Bei einem Lungenemphysem ist das Lungengewebe unwiderruflich erweitert und zerstört. In der Folge ist die Ausatmung erschwert, weil die kleinen Bronchien, welche in die Lungenbläschen münden, in sich zusammenfallen. Außerdem kommt es zu einer zunehmenden Überblähung der Lunge. 

„Technische Zustimmung“Edward Bernays & Wasserfluoridierung

Das Buch macht zum ersten Mal deutlich, dass der Verkauf von Fluorid an die amerikanische Öffentlichkeit von den Besten der Branche durchgeführt wurde, nämlich vom Vater der Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit, Edward Bernays. Edward Bernays ist der Neffe von Sigmund Freud und war ein machiavellistisches Genie (Machiavillismus ist eine politische Theorie, nach der zur Erlangung oder Erhaltung politischer Macht jedes Mittel unabhängig von Recht und Moral erlaubt ist), klein von Statur, aber mit einem gewaltigen Einfluss auf das 20. Jahrhundert. Bernays verstand, dass im 20. Jahrhundert ein liberaler Geist herrschte und dass man, wenn man sich kommerziell diesen liberalen Geist gewinnbringend anhängen kann, seinen Kunden viel Geld einbringen konnte. Im Jahr 1916 ließ Bernays Suffragetten (Aktivistinnen von Frauenorganisationen) in der Osterparade in New York City mit Zigaretten als Fackeln der Freiheit marschieren, und er hatte diesen Plan im Auftrag der American Tobacco Company und ihres Direktors George Hill ausgeheckt, der Bernays’ Gehalt bezahlte. Mein Buch deckt nun einen Briefwechsel zwischen Bernays und den National Institutes of Dental Research auf. Bernays wurde vom NIDR nach Washington eingeladen, um bei der Entwicklung ihrer PR-Kampagne zu helfen, mit der Fluorid der Nation verkauft werden sollte. Bernays verstand, dass Menschen ein unbewusstes Vertrauen in ihren Arzt oder Zahnarzt haben, und wenn man Ärzte und Zahnärzte davon überzeugen kann, dass Fluorid sicher und gut ist, erreicht man den Rest der Nation, denn die Menschen glauben ihren Ärzten und Zahnärzten – und das war Bernays’ Weg, Fluorid zu fördern.

Sehr wenige Zahnärzte wissen, dass das Fluorid in öffentlichen Wasserversorgungen kein pharmazeutisches Produkt ist. Es handelt sich tatsächlich um Industrieabfall. Es ist der Abfall aus der Phosphatindustrie in Florida. In den 1950er Jahren wurde die Phosphatindustrie in Florida von Landwirten und Bürgern verklagt, die in der Nähe dieser Anlagen lebten, weil das Fluorid ihr Vieh tötete und ihre Ernten zerstörte. Heute wird die Phosphatindustrie in Florida davon abgehalten, ihre Industrieabfälle auf einer Sondermülldeponie entsorgen zu müssen, indem sie diese in Tanklastwagen im ganzen Land transportieren und in unsere Wasserversorgung kippen.

Verunglimpfung Andersdenkender

Von Anfang an wurde der Widerstand gegen Fluorid mit dem Glauben an eine flache Erde oder einer Gegnerschaft zu den Vereinten Nationen gleichgesetzt. Der Widerstand gegen Fluorid wird mit Quacksalberei oder Paranoia gleichgesetzt. Und tatsächlich ist das im Grunde eine mediale Verleumdung. Im Jahr 1950 befürwortete das Gesundheitsamt die Fluoridierung des Trinkwassers. Fast sofort gab es eine nationale Bewegung gegen Fluorid, angeführt von Dr. George Waldbott. Wir sollten alle den Namen George Waldbott kennen. Er war der erste Arzt, der vor den Gefahren einer tödlichen allergischen Reaktion auf Penicillin warnte. Waldbott war einer der ersten Ärzte, die vor den Gefahren eines Emphysems durch Rauchen warnten. In seiner eigenen Praxis in Detroit, Michigan, sah er, dass Menschen mit diesen Beschwerden kamen – unerklärliche Beschwerden, sei es Rückenschmerzen oder Magenbeschwerden, Muskelschwäche, Kopfschmerzen. Und er fand heraus, dass es sich um niedrig dosiertes Fluorid handelte, dass es wie bei vielen Medikamenten oder Chemikalien eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die unvergleichlich allergisch auf die Chemikalie reagieren. Waldbott erkannte, dass es Fluorid war, und führte eine ganze Reihe von Doppelblindstudien durch, bei denen Menschen ohne ihr Wissen fluoridiertes Wasser erhielten und die Symptome erneut auftraten. Sehr schnell wurde Waldbotts Name – anstatt als Titan des öffentlichen Gesundheitswesens bekannt, der sich dem Schutz der öffentlichen Gesundheit verschrieben hatte und der uns vor Penicillin oder Tabak warnte – plötzlich zu einer Randfigur gemacht, die für ihren Widerstand gegen Fluorid kritisiert wurde. Wir sehen derartige faschistische Methoden, Schmierkampagnen, Statuierung von Exemples immer und immer wieder.

Sich als Arzt oder Zahnarzt gegen Fluorid auszusprechen gilt als kontrovers. Es ist fatal für die Karriere. Wir kennen den Namen George Waldbott nicht, weil er vom Gesundheitsestablishment wegen seines Widerstands gegen Fluorid verleumdet wurde.

Fluorid und Krebs: Die Entlassung von Dr. William Marcus

In den 1990er Jahren sagte der leitende Toxikologe des Wasseramts der EPA, dass die an Fluorid durchgeführten Krebstests, bei denen Labortiere Fluorid verabreicht bekamen, manipuliert worden seien. Das eigentlich zweideutige Urteil, dass Fluorid ein Karzinogen sei, hätte viel stärker ausfallen müssen. Er sagte, dass Fluorid bei Ratten Knochen- und Leberkrebs verursacht habe und dass diese Ergebnisse so verändert wurden, dass es so aussah, als hätte Fluorid nicht so viel Krebs verursacht.

„Ich bin seit fast 25 Jahren im Bereich der Toxikologie tätig und habe Studien dieser Art begutachtet. Und ich habe so etwas noch nie gesehen. Noch nie habe ich erlebt, dass jeder einzelne Endpunkt, der ein Krebsendpunkt war, herabgestuft wurde. Ich habe erlebt, dass über ein oder zwei Endpunkte gestritten wurde, meist über die Definition, was in diesem speziellen Gewebe als Krebs gilt. Aber ich habe noch nie erlebt, dass jeder einzelne davon herabgestuft wurde. Das fand ich sehr verdächtig.“.  

Dr. William Marcus, leitender wissenschaftlicher Berater, EPA Office of Water

Dr. William Marcus wurde entlassen. Und ein Bundesrichter entschied, dass Dr. William Marcus entlassen wurde, weil er sich offen gegen Fluorid ausgesprochen hatte.

Fluorid und das Gehirn

Die ersten beiden Kapitel des Buches erzählen die Geschichte von Dr. Phyllis Mullenix am Forsyth Dental Institute. Sie hatte geholfen, eine neue Technologie zur Untersuchung der Neurotoxizität von Chemikalien zu entwickeln. Sie wurde als Computer-Mustererkennungssystem bezeichnet und im Wesentlichen machte Dr. Mullenix’ Technologie Fotos oder Videos von Tieren, denen eine Chemikalie in kleinen Dosen verabreicht worden war, und nutzte dann Computer, um das Musterverhalten oder die Störungen des Musterverhaltens zu analysieren, wenn die Tiere diese Chemikalie erhalten hatten. Mullenix wurde in das Versailles Dentalforschungszentrum geholt, um einige der in der Zahnmedizin verwendeten Chemikalien zu untersuchen, und sie wurde gebeten, Fluorid zu untersuchen. Phyllis Mullenix sagte: „Ich verschwende meine Zeit, wenn ich Fluorid untersuche. Fluorid wird Kindern gegeben. Es ist gut für Kinder. Es gibt es schon seit Ewigkeiten.“. Aber sie tat, wie ihr befohlen wurde und Phyllis Mullenix fand heraus, dass Fluorid in sehr geringen Dosen bei Labortieren Effekte hervorruft, die einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ähneln.

Dr. Phyllis Mullenix, Neurotoxikologin: Das Muster, was wir gesehen haben, entspricht typischerweise dem, was wir auch bei anderen neurotoxischen Substanzen beobachten, die dafür bekannt sind, eine Hyperaktivität oder ein Gedächtnisproblem oder ein Intelligenzproblem zu verursachen. Als ich die Ergebnisse dieser Studien zum ersten Mal präsentierte, sagte einer der Anwesenden, der den Ergebnissen zuhörte: „Haben Sie eine Ahnung, was Sie da sagen?“ Und er sagte: „Sie sagen uns, dass wir den IQ von Kindern damit senken.“ Und ich sagte: “Ja, so ist es.”.

Nur wenige Tage nachdem sie erfahren hatte, dass ihre Studie zur Veröffentlichung angenommen worden war, wurde Dr. Mullenix vom Forsyth Dental Center entlassen. Seitdem hat sie keine Zuschüsse mehr erhalten, um ihre Forschung fortzusetzen.

Von einer industriefinanzierten, führenden Neurotoxikologin an einem Harvard-angegliederten Forschungsinstitut wurde Dr. Phyllis Mullenix zu jemand, der die Wahrheit vertritt, wobei Wahrheit jedoch nicht populär ist und damit vom Establishment mit allen Mitteln unterdrückt wird. Koste es, was es wolle. Mit der öffentlichen Bekanntmachung ihres Widerstands gegen Fluorid erhielt Dr. Mullenix weder Stipendien noch eine akademische Position als Wissenschaftlerin. Damit ist sie in die Reihe von Menschen und Persönlichkeiten eingestuft, die zuvor ihre Stimme und Widerstand gegen Fluorid öffentlich zum Ausdruck brachten und vom Establishment „entledigt“ wurden. Und wieder einmal zeigt sich, daß es kein Einzelfall ist.

Die Orthodoxie hinterfragen

Das Center for Disease Control (kurz: CDC) sagt, dass die Fluoridierung des Trinkwassers eine der zehn größten Errungenschaften der öffentlichen Gesundheit im zwanzigsten Jahrhundert ist. Wie können Bürger mit so etwas umgehen?

Diese Frage muß den Verantwortlichen gestellt werden.
Jahrelang hat uns das Gesundheitswesen gesagt, dass Blei im Benzin sicher sei. Heute wissen wir, dass die Gehirne von Kindern durch die Zugabe von Blei zum Benzin geschädigt wurden. Die Implikationen dieser neuen dokumentarischen Beweise, die Implikationen dieser bisher verborgenen medizinischen Studien, die jetzt durch mein Buch und durch die medizinische Arbeit von Menschen wie Phyllis Mullenix sowie durch die Bereitschaft von Toxikologen wie William Marcus, die Wahrheit zu sagen, an die Öffentlichkeit gelangt sind, zeigt eindeutig auf, dass etwas ganz, ganz falsch läuft und wir sehr weit in die Irre geführt wurden. Es ist Zeit für Veränderung. Aber diese Veränderung wird nur durch Mut und die Bereitschaft Zeit zu investieren, kommen. Ich denke, es ist an der Zeit, sich zu äußern, laut zu sprechen, sich zu organisieren und für Veränderung zu kämpfen.

Für weiterführende Informationen:
www.fluorideACTION.net

Bild: Cover des Buches „The Fluoride deception“ von Christopher Bryson
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